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Sensible Menschen als VermittlerInnen

Aktualisiert: Okt 1

Menschen mit hoher Sensibilität strahlen sehr oft Empathie gegenüber Tieren und Menschen aus. Tiere gewinnen meist schnell Vertrauen zu sensiblen Persönlichkeiten, denn sie spüren instinktiv, dass es dieser freundlich blickende Mensch gut mit ihnen meint. Beide Seiten erleben dann eine ganz besondere Art der Tiefe und fühlen sich verbunden. Dieses Gefühl ist wunderschön, denn sowohl Tier, als auch Mensch kennen und wahren die Grenzen des jeweils anderen.

Das zwischenmenschliche Miteinander gestaltet sich diesbezüglich oft komplizierter. Die ausgestrahlte Empathie sensibler Menschen wird von anderen zuweilen genutzt, um bei ihnen Ballast jeglicher Art abzuwerfen. Dies geschieht nicht in böser Absicht, denn das Wesen von vielen Menschen mit hoher Sensibilität suggeriert ein gewisses Maß an Offenheit und Vertrauen. Dann werden Grenzen überschritten, manchmal so subtil, dass es von sensiblen Menschen nicht gleich bemerkt wird.


Wie Sensibilität zur Belastung werden kann

Es entsteht seitens empathischer Menschen sehr schnell ein unangenehmes Gefühl – das Gefühl, zwischen den Stühlen zu sitzen. Denn viele verschiedene Leute, die ihre eigenen Beziehungen zu- und miteinander haben, besprechen beziehungsinterne Konflikte gern mit Menschen, die ruhig zuhören. Das Ergebnis ist meist ein riesiger Wust an Meinungen, Geheimnissen, Vorwürfen und persönlichen Angelegenheiten, die an Sensible von den unterschiedlichsten Seiten herangetragen werden. Oft ist damit auch der Wunsch verknüpft, dass diese empathischen Personen doch gleich die zwischenmenschlichen Konflikte lösen könnten und am besten noch Partei ergreifen.

Das ist kein Vorwurf, weder an Menschen, welche die Empathie von sensiblen Menschen nutzen, um ihr Leid zu klagen, noch an sensible Persönlichkeiten, die sich dies gefallen lassen. Es ist vor allem für Letztere vielmehr eine wunderbare Chance, zu wachsen, eigene Grenzen zu verdeutlichen und für sich selbst einzustehen. Diese gewonnene Stärke führt nicht nur zu deren eigenem Wachstum, sondern kann wegweisend für andere sein, damit sie ihre zwischenmenschlichen Konflikte selbstständig austragen.

Was du aus Konflikten für dich gewinnst

Wo Menschen sind, ist Konfliktpotential. Das ist normal und nicht automatisch schlecht. Konflikte erzeugen Reibungen und Spannungen. Deren Energie kann bei richtiger Anwendung zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit genutzt werden und dazu beitragen, Bedürfnisse klar zu kommunizieren, konsequent zu sein und Grenzen zu verdeutlichen.

Ist das leicht und immer möglich? Es ist auf jeden Fall ein Lernprozess, der mit einigen blauen Flecken verbunden ist. Niemand ist perfekt. Natürlich ist es sinnvoll, sich zeitweise aus Konflikten zurückzuziehen, wenn die Kraft nicht ausreicht, um die eigenen Interessen zu verteidigen. Nach und nach gewinnt die eigene Stärke an Ausdauer und Glanz, sodass Wachstum langsam aber stetig gelingt.


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