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Selbstwirksamkeit als Schlüssel zum Glück

Das Gefühl, das eigene Leben im Griff zu haben, eigene Entscheidungen durchsetzen und etwas bewirken zu können, ist so unglaublich wichtig für die Gesundheit, dass es gar nicht genug betont werden kann. Es geht hier um die gefühlte Wirklichkeit, also das, was man selbst wahrnimmt. Dein Gefühl der Selbstwirksamkeit sagt also nichts darüber aus, ob andere Menschen dich in deinem Leben für erfolgreich oder zufrieden halten. Das ist eine sehr wichtige Erkenntnis!


Es gibt so einige Leute, die scheinen auf den ersten Blick alles erreicht zu haben, was sie sich gewünscht haben. Egal, ob beruflich oder familiär, andere Menschen schauen zu ihnen auf und sagen: „Mensch, die haben es geschafft!“. Vielleicht haben einige dieser erfolgreichen Menschen ihre Erfolge durch ihre Selbstwirksamkeit erzielt. Und trotzdem gibt es auch wieder permanente Nörgler, die ihre vermeintlichen Erfolge nur erreicht haben, weil sie sich von irgendetwas im Leben getrieben gefühlt haben (z.B. durch gesellschaftlichen Druck) und passiv den Weg des geringsten Widerstandes gewählt haben (nämlich den Erwartungen gerecht zu werden). Obwohl es scheint, dass sie alles haben, um glücklich zu sein, schwingt doch oft eine gewisse Unzufriedenheit mit und das zeigt an, dass nicht viel Selbstwirksamkeit erlebt wird.


Ich fühle mich selbstwirksam, wenn ich bestimme:

- wie viel freie Zeit ich mir wie einteilen kann

- mit welchen Menschen ich meine Zeit verbringe

- wie ich beruflich das umsetzen kann, was mir wirklich wichtig ist

- wie ich aufkommenden Gefühlen so begegnen kann, dass sie mir bei der Verwirklichung

meiner Ziele dienlich sind

- Situationen zu verlassen, weil sie mir nicht gut tun


Der ein oder andere sagt jetzt vielleicht: „Ja, dann flüchtest du doch einfach machmal!“ und vielleicht stimmt das auch. Aber Flucht gehört, genauso wie Angriff oder Erstarrung, zu den wesentlichen Überlebensmechanismen lebender Organismen mit einem Stammhirn. Und wenn für mich der Abbruch eines Treffens eine aktive Handlung zum Schutz meiner Gesundheit darstellt, dann habe ich Selbstwirksamkeit erlebt. Das zeigt wieder, wie unterschiedlich Situationen bewertet werden. Selbstwirksamkeit ist und bleibt also eine subjektive Sichtweise und kann nur von einem selbst wahrgenommen und eingeordnet werden. Erstarrung, also das permanente Aushalten von unangenehmen bis bedrohlichen Situationen (z.B. um Erwartungen anderer zu erfüllen und nicht negativ aufzufallen) hat überhaupt nichts mit Selbstwirksamkeit zu tun. Das ist nämlich die allerletzte Möglichkeit, das Überleben zu sichern und ist wohl die passivste Strategie, die dem lebenden Organismus einfällt.


Besonders Menschen, die traumatische Situationen erlebt haben, stecken immer noch im Erstarrungsmodus fest. Dann herrschen Glaubenssätze wie: „Ich muss das machen, ich habe keine Wahl“ oder „Ich traue mir nichts zu, denn ich werde ohnehin scheitern“...diese Glaubenssätze führen zu einem Leben, das passiv gelebt wird, ohne aktive selbstbestimmte Entscheidungen treffen zu können. Das alte Muster „Beweg dich nicht, sonst nimmst du Schaden“, das für einen langen Zeitraum eine wichtige Überlebensstrategie darstellte, ist irgendwann das größte Hindernis, um Selbstwirksamkeit erlernen und erleben zu können. Sicherheit und Risikoeliminierung sind dann oberste Priorität und führen dazu, dass man sich gelegentlich als fremdbestimmt wahrnimmt.


An dieser Stelle ist noch einmal wichtig zu betonen, dass Selbstwirksamkeit ein Schlüssel zu langfristiger psychischer und physischer Gesundheit ist! Wenn du Schwierigkeiten damit hast (aus welchen Gründen auch immer), dich in deinem Leben selbstwirksam zu fühlen...es gibt Menschen da draußen, die dir helfen, wenn du sie fragst :)!




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