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Reizüberflutung gekonnt vermeiden - so behältst du einen kühlen Kopf

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Manchmal fühle ich mich wie ein Staubsauger. Jede Information, die mir vor die Füße fällt, sauge ich auf. Und dann geistert sie in mir herum, wird sofort verknüpft und ich habe kaum Kontrolle darüber. Kennst du das auch?

Erst in den letzten Jahren habe ich gelernt, einige Informationsquellen bewusst zu meiden und Reizüberflutung zu vermeiden. Dennoch habe ich ein ziemlich großes Depot an Glaubenssätzen, Aussagen, Meinungen und Fakten angesammelt.


Diese schwirren etwas ungeordnet in meinem Gehirn herum. Die Frage ist nun: wie kann ich diese Informationen so ordnen, dass sie mir nützen und meine Entwicklung unterstützen? Und wie bekomme ich es hin, dass für schlecht befundene Dinge aus meinem System wieder verschwinden?

So kannst du deinen Geist ordnen

Ganz gleich, worum es sich handelt – religiöse Überzeugungen, gesellschaftliche Erwartungen, Aussagen von Familie und Freundeskreis – alle diese Informationen müssen einmal kritisch hinterfragt werden.


Denn ich selbst sollte die Kontrolle darüber behalten, was ich glauben möchte und was nicht. Besonders alte Überzeugungen aus der Kindheit bedürfen dringend einer Überprüfung, denn in dieser Zeit ist man von den Einflüssen der Eltern/Familienmitglieder abhängig.


Glücklicherweise ist für die meisten Menschen diese Lebensphase von Geborgenheit geprägt und im weiteren Leben eine Ressource, auf die man zurückgreifen kann. Falls dem nicht so ist und vorrangig negative Glaubensmuster und Erfahrungen mit der Kindheit verbunden sind, sollte man den Prozess des gedanklichen und gefühlsmäßigen Ausmistens besonders sorgfältig durchführen.

Bei diesem ständig wiederkehrenden Prozess sind mir folgende Dinge wichtig:

a) bringen mich die Glaubenssätze/Informationen, die gerade in meinem Bewusstsein sind,

voran?

b) falls nicht, wie modifiziere ich sie, damit sie mir nützen?

c) welche Strategien kann ich entwickeln, um Informationen loszuwerden, die mir Schaden? d) wo ist die Balance zwischen dem, was für mich stimmt und dem, was für mein Leben in

der Gesellschaft nötig ist?

Diesen Prozess werde ich wohl bis zu meinem Lebensende durchlaufen. Das Grundgerüst gewinnt dabei immer mehr an Stabilität. Es wird trotzdem immer mal Lebensphasen geben, in denen dieser Prozess stärker nötig ist, als in anderen.

Im Alltag läuft der Prozess derzeit so ab:

Ich schreibe mir auf, welche Informationen gerade in meinem Kopf herumschwirren, die mich stören, belasten oder blockieren. Dann schaue ich erstmal, ob ich zuordnen kann, wo sie herkommen (z.B. „habe ich in einer Doku gesehen“/“hat meine Freundin erzählt“).


Das fällt mir oft ganz leicht, denn mein Gedächtnis funktioniert einwandfrei. Manchmal ärgere ich mich ein bisschen, dass ich diese Informationen überhaupt aufgenommen habe (vor allem, wenn es sich um Dinge handelt, die ich freiwillig konsumiert habe)...aber dann kommt sofort ein Gedanke wie: „Woher solltest du denn vorher wissen, wie sehr dich diese Informationen belasten würden?“.


Ich fühle dann nach, ob ich das Mindset, das die Information in mir hinterlassen hat, ändern kann. Dazu schreibe ich auf, was ich stattdessen glauben möchte. Den Teil mit den hinderlichen Glaubenssätzen könnte man mithilfe eines kleinen Rituals beispielsweise verbrennen, damit auch sichtbar wird, wie die Informationen aus dem eigenen Körper verschwinden.


Tauchen diese Informationen dann im Alltag weiterhin auf, hilft es, sich bewusst auf etwas anderes zu fokussieren (z.B. Körperübungen, Ablenken). Denn es ist so, dass Energie der Aufmerksamkeit folgt. Je weniger ich mich also mit der negativ bewerteten Information beschäftige, desto besser kann ich sie vergessen.


Informationen bewusst sortieren

Für die Zukunft bedeutet das, dass ich Informationen dieser Art lieber meide. Es ist also ein Lernprozess, der natürlicherweise mit ein paar blauen Flecken verbunden ist. Je nachdem, wie stark eine hinderliche Information bereits verankert ist, desto aufwändiger und langwieriger ist die „Ausmistaktion“. Manchmal benötigt man auch etwas Hilfe dabei.


Eine andere Strategie zum Umgang mit belastenden Informationen ist beispielsweise das bewusste "Entwerten", das heißt, dass keine Bewertung (weder positiv noch negativ) von Informationen stattfindet.


Diese Praxis setzt eine permanente Beobachtung der Gedanken voraus und zielt darauf ab, das gefühlsmäßige Erleben von den Gedanken zu trennen. Ich persönlich finde das ziemlich schwierig, aber ich kenne Menschen, die darin schon sehr geübt sind.



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