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Kommunikation ist das ganze Leben

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Egal, ob in der Partnerschaft, im Freundeskreis, persönlich oder über Medien - Kommunikation ist wesentlicher Bestandteil unseres Alltags und für jedes Lebewesen obligatorisch.


Es passiert in letzter Zeit sehr häufig, dass ich mich durch die Aussagen von anderen Menschen aufgestoßen fühle. Generell ist die Atmosphäre ein wenig erhitzt, Sicherheiten brechen weg und der Stresspegel ist in die Höhe geschnellt.


Zumindest sind das einige der Beobachtungen, die ich in meinem Umfeld gemacht habe. Folglich wird der Ton etwas schärfer und konstruktive Kommunikation kann schon einmal einem emotionalen Schlagabtausch aus Vorwürfen und Fehlerzuweisungen weichen.

Ich bin prinzipiell ein sehr harmoniebedürftiger Mensch. Ich möchte weder in „Hab-Acht-Stellung“ durch meinen Alltag hasten, noch latente oder offensichtliche Mitteilungen erhalten, dass es Zwist zwischen dieser und jener Person gibt. Denn dann fühle ich mich beinahe dazu verpflichtet, die Vermittlerin zu spielen.


Meine ursprüngliche Strategie von früher – nämlich einfach wegducken, nichts sagen und die Kurve kratzen – ging irgendwann nicht mehr auf. Denn natürlich habe ich eine Meinung zu bestimmten Sachen und wenn ich damit verbundene Gefühle oder Bedürfnisse nicht äußere, ist das eine ziemlich sichere Methode, um irgendwann krank zu werden.

Meinungen sind zum Vertreten da

Also achte ich darauf, meine Meinung kundzutun. Besonders schwer ist das vor allem, wenn mein Gegenüber sehr emotionsgeladen ist und die entsprechenden Äußerungen sofort aus dem Affekt in die Welt trägt, ohne auch nur einen Hauch an Selbstreflektion zuzulassen.


Ich würde sogar von mir behaupten, dass ich schon Einiges an kommunikativen Fehlschüssen aushalten kann. Wenn sich dann doch eine ganze Menge an Frust angestaut hat, sehe ich mich (mir selbst gegenüber) in der Pflicht, ein bisschen Dampf abzulassen.

Der Ton macht die Musik

Darunter kann jetzt alles Mögliche verstanden werden: zurückbrüllen, persönlich beleidigen, demütigen, beschämen und alle Fehler der letzten 100 Jahre aufzählen – das sind für mich definitiv keine Optionen, um meine angestauten Gefühle konstruktiv zu entladen.


Vielmehr ist es für mich wichtig, meine Emotionen (und die kochen schon manchmal) nach einer mehr oder minder direkten Konfrontation sacken zu lassen, damit ich mich nicht auf das Niveau meines Gegenübers einlasse. Denn das ist wirklich das Schlechteste, das passieren kann und führt nur zu einem gigantischen Chaos.


Sicher kommunizieren mit schwierigen Gesprächspartnern

Es geht vielmehr darum, einen Kommunikationsstil zu finden, bei dem Sachlichkeit und Emotionalität in Balance zueinanderstehen. Wichtig ist für mich, meine Meinung und damit verbundene Gefühle zu äußern, ohne mein Gegenüber persönlich anzugreifen und gleichzeitig eine Form der Sachlichkeit zu wahren.


Das ist oft schwer und verlangt Übung und Geduld. Im direkten Kontakt ist das komplizierter, als bei Textnachrichten oder Ähnlichem. Denn Letzteres bietet den nötigen Raum, um die Gefühle sacken zu lassen, damit die Reflektionsfähigkeit eine Chance bekommt, auch ein Wörtchen mitzureden.

Ich glaube, dass es sich (mal wieder) um einen Lernprozess handelt, der gelingen kann, wenn man möchte. Es ist sehr einfach, starke Gefühle wie Wut und Zorn ungefiltert in die Welt zu schleudern. Kinder dürfen das gerne tun, wenn sie irgendwann lernen, dass ein wenig Selbstregulation Wunder bewirken kann.

Wenn es als Erwachsene*r gelingt, alles zusagen, was es zu sagen gibt, die damit zusammenhängenden Gefühle in angemessener Weise zum Ausdruck zu bringen und weder in zu starke Emotionalität, noch roboterhafte Sachlichkeit zu verfallen – dann ist das wohl ein Zeichen von Größe.



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