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Homeoffice - Entgrenzung? 4 Tipps für eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Corona hat in vielen Lebensbereichen für Veränderungen gesorgt. Das öffentliche Leben ist geprägt von Abstandsregeln und Maskenpflicht. Die Angst vor Lockdown und erneuten Regelverschärfungen ist allgegenwärtig und die Arbeitswelt erlebt eine kleine Revolution. Alle Tätigkeiten, die in die eigenen vier Wände verlagert werden können, werden nun im Homeoffice erledigt.


Vor- und Nachteile von Homeoffice durch Corona

Diese Umstrukturierung bietet sowohl Vor- als auch Nachteile. Für Menschen mit hoher Sensibilität kann Homeoffice Fluch und Segen zugleich sein. Zunächst einmal ist es entspannend, wenn der Anreiseweg zur Arbeitsstelle plötzlich wegfällt. Das morgendliche Verkehrschaos wird gemieden und ich finde, das ist eindeutig positiv zu werten.


Räumlicher Abstand

Ein anderer Effekt ist, dass der Arbeitsplatz zuhause eine ruhige Oase fernab von beruflichem Trubel darstellen kann. Menschen, die gern alleine sind und arbeiten, können davon profitieren, wenn sie etwas räumlichen Abstand zu ihren Kolleg*innen haben.


Ob das häusliche Büro sich als positiv oder negativ auf die Arbeitsatmosphäre entpuppt, hängt natürlich auch davon ab, ob neben der Arbeit noch Kinder betreut werden. Wenn das der Fall ist, weicht die ruhige Atmosphäre wohl eher einer Doppelbelastung, die für alle Menschen schwer zu bewältigen ist.


Soziale Kontakte

Nun ergibt sich durch Homeoffice oft, dass Kontakte zu Arbeitskolleg*innen und Kund*innen zum Erliegen kommen. Für manche ist das eine positive Entwicklung, da die eigenen Reserven etwas aufgefüllt werden können.


Wenn nun aber sonst keine sozialen Kontakte bestehen, kann man sich schnell isoliert und einsam fühlen. Dann läuft man Gefahr, ein bisschen in die Gedankenschleife abzurutschen oder depressiv zu werden.


Jeder Mensch ist ein soziales Wesen, egal, ob sensibel oder nicht. Je nachdem, wie gut und lange man alleine zurechtkommst, desto besser oder schlechter wird sich Homeoffice auswirken.


Entgrenzung und Gesundheit

Außerdem kann es schnell passieren, dass Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verwischen, da der Laptop stets erreichbar ist und das Smartphone niemals schläft. Vormals feste Arbeitszeiten werden schnell aufgeweicht und das kann zu Entgrenzungs-erscheinungen führen.


Mal abgesehen davon fallen einige Tätigkeiten weg, die im ursprünglichen Arbeitsalltag für ein bisschen Bewegung gesorgt haben, wie z.B. der Gang zur Kollegin, in die Kantine oder die Yogastunde kurz vorm Feierabend. Den ganzen Tag vorm Laptop zu sitzen ist nicht gerade gesundheitsfördernd und es braucht viel Disziplin, die nötige Bewegung in den Alltag zu integrieren.


4 Tipps, um Entgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit entgegenzuwirken:

- ganz besonders im Homeoffice gilt: Dienst-Smartphone ausschalten zu Feierabendbeginn

- mit Kolleg*innen besprechen und festhalten, wann Pausenzeiten und Kernarbeitszeiten

sind (dann arbeitet nicht jeder irgendwann und alle wissen, wann Feierabend ist)

- am besten ein Büro / einen festen Arbeitsplatz einrichten, das / der nur zur Dienstzeit

aufgesucht wird

- soziale Kontakte / Freizeitbeschäftigungen verbindlich einplanen, damit dann auch

wirklich nicht gearbeitet wird


Je nachdem, wie man gestrickt ist, wie viel man arbeitet und welche Tätigkeit ausgeübt wird, kann sich Homeoffice überwiegend positiv oder negativ auswirken. Es gibt immer noch Stellschrauben, an denen gedreht werden kann (z.B. soziale Kontakte zu Freunden pflegen, wenn Kontakt zu Kolleg*innen wegfällt).


Ich denke, dass jeder im Laufe der Zeit erkennt, welche Bedürfnisse durch die Arbeit zuhause entstehen und dass es ein Lernprozess ist, diesen auch nachzukommen. Entgrenzung durch Homeoffice ist somit eine Gefahr, der jeder gekonnt aus dem Weg gehen kann.

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