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Dein Weg aus der Angst

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Jeden Tag könnte man sich Unmengen an haarsträubenden Informationen zu Gemüte führen. Derzeit sieht es, zumindest was die Gesundheit von Menschen betrifft, global nicht besonders gut aus. Und dennoch sollte jeder individuell die Entscheidung treffen, wie sehr er sich von Ängsten leiten lassen möchte.


Angst als rudimentärer Mechanismus

Angst ist jedem Lebewesen vertraut. Es ist ein natürlicher Mechanismus, der dazu beitragen soll, Leib und Leben zu schützen. Entscheidend ist, welches Ausmaß Ängste annehmen und welche Strategien vorhanden sind, um wieder ins innere Gleichgewicht zurückzufinden.


Es gibt verschiedene Überlegungen, wie Ängste entstehen. Man kann ja erst dann Angst vor Etwas haben, wenn man gelernt hat, dass dieses Etwas eine Bedrohung darstellt. Bei einigen Dingen ist das zwar ganz klar, denn wenn in Halshöhe ein Gegenstand zugeflogen kommt, zucken wir ganz automatisch zusammen, um eine sehr ungeschützte Körperstelle abzusichern.


Aber viele andere Ängste, wie beispielsweise Spinnenphobie, Flugangst oder Angst vor Bakterien sind irgendwann einmal erlernt worden.


Wie Ängste erlernt werden

Es könnte zum Beispiel sein, dass eine hysterische Tante immerzu aufgeschrien hat, wenn sie eine Spinne gesehen hat. Dann ist für die 5-jährige Emma klar: „Spinnen sind eine Bedrohung und wann immer ich eine sehe, sollte ich panisch aufschreien und am besten wegrennen!“.


Wenn man sich andererseits alle Flugabstürze der Historie anschaut, ist es fast die logische Konsequenz, Flugangst zu entwickeln. Vor allem Menschen, die von sich aus sehr sensibel sind, benötigen nicht besonders viele Informationen, um einen Gegenstand oder eine Situation als „gefährlich“ abzustempeln und entsprechende Assoziationsnetzwerke auszubilden.


Ängste durch Selbstwirksamkeit kontrollieren

Die Frage ist, was einige Menschen besser können als andere, wenn schaurige mediale Informationen in ihnen nicht absolute Ohnmachtsgefühle auslösen, während andere panisch werden.


Zum Einen können erstere abschätzen, welches Maß an Informationen sinnvoll und noch gut verträglich ist. Sie wissen, was sie nun benötigen, um wieder in ein Gefühl der inneren Balance zurückzufinden.


An manchen Neuigkeiten kommt man nicht vorbei, aber es ist die eigene Entscheidung, welchen Raum man ihnen geben möchte. Andererseits könnte so ein hohes Selbstwirksamkeitsgefühl vorliegen, dass auftretenden Ängsten aktiv begegnet werden kann.


Im aktuellen Fall spreche ich davon, auf eine gesunde Ernährung zu achten und das Immunsystem durch Sport und mentale Fürsorge zu stärken, um möglichst fit zu bleiben und auch psychisch die Ruhe zu bewahren. Denn mal ehrlich: was nützen Berge an Vorräten, wenn die Panik die letzten Reserven psychischer Stabilität zunichte macht?


Bewertung entscheidet, ob wir Angst haben, oder nicht

Krisen sind so selbstverständlich, wie es Leben auf der Erde gibt. Es wird immer irgendetwas Unvorhergesehenes passieren. Und manchmal scheint es auf den ersten Blick schlecht zu sein, doch diese Bewertung kann sich im Laufe der Zeit verändern.


Außerdem messen viele Menschen die Qualität von Krisen daran, was es konkret für sie bedeutet, ohne einmal zu überlegen, welche (vielleicht guten) Konsequenzen sich für andere (Menschen, Tiere oder Pflanzen) ergeben. Ist psychologisch auch nachvollziehbar, denn wenn es haarig wird, geht es erstmal darum, das eigene Überleben zu sichern.


Trotzdem sind wir alle gut beraten, wenn wir lernen, konstruktiv mit unseren Ängsten umzugehen. Es gibt oft viele Alternativen, wie wir auf „schlechte“ Neuigkeiten reagieren, wenn wir das wollen.


Für diesen Lernprozess stehen viele Angebote bereit, die nutzbar sind, wie z.B. Beratungen oder Therapien. Turbulente Zeiten zeigen uns auf, über welche emotionalen Ressourcen wir verfügen oder welche Fehler wir zukünftig korrigieren sollten. Jeder kann selbst etwas dafür tun, sein eigenes (physisches und psychisches) Fundament auszubauen und zu festigen.

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