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Achtsamkeit gegen Kopflastigkeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Kopflastigkeit betrifft die meisten Menschen von uns. In unseren Köpfen spielen sich zuweilen Dramen und Horrorszenarien ab, die so niemals stattfinden werden bzw. stattgefunden haben.


Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und weil Energie der Aufmerksamkeit folgt, erzeugen wir uns durch das Denken unsere eigene Realität. Prägungen, Gewohnheiten und Erfahrungen beeinflussen oft, in welche „Richtung“ unsere Gedanken ganz automatisch tendieren.


Es kostet viel Kraft und Geduld, um negative Denkmuster bewusst aufzubrechen und in positive umzuwandeln. Unterstützend wirken dabei Menschen, die schon eine positive Denkweise haben und Erfahrungen, die angenehme Emotionen hervorrufen. Denn am Wirksamsten ist es, wenn ein Gedanke mit einem dazugehörigen Gefühl abgespeichert wird.


Erfahrungen lösen Gefühle aus

Ohne die emotionale Antwort unseres Körpers würde kein einziger Gedanke etwas in uns bewegen. Aber da viele Szenarien bewusst mit einem dazugehörigen Gefühl erlernt werden, wie z.B. „Es ist schlecht, wenn ich wenig arbeite, denn dann ist meine Rente in Gefahr und ich werde irgendwann arm und alt Flaschen sammeln gehen müssen und von der Gesellschaft ausgestoßen.“, lösen bestimmte Sätze ganz automatisch Gefühle wie Angst, Trauer, Wut, ebenso wie Liebe und Freude aus.

Solche bereits bestehenden Kopplungen sind extrem schnell hervorzurufen. Ein Satz oder ein Blick genügen schon, um die Assoziationskette in Gang zu setzen und den Gedanken mit dem entsprechenden Körpergefühl zu verbinden.


Das kann in jede beliebige Richtung geschehen. Ein herzlicher Blick eines lieben Menschen kann ein Wärmegefühl auslösen, wenn solche emotionalen Muster bereits erlernt worden sind.


Ebenso führt ein Gedanke an ein negatives Szenario zu Gefühlen von Angst und Beklemmung, da dieses Verhalten entweder von anderen Menschen übernommen worden ist oder bereits eigene Erfahrungen bestehen, die mühelos abgerufen werden können.

Wirkungsweise von Gedanke und Gefühl

Nun habe ich herauszufinden versucht, wie es möglich ist, positives Denken zu fördern. Meine Antwort lautet: ein Gedanke kann kein Körpergefühl auslösen, wenn das Gefühlsmuster im Körper nicht schon besteht.


Wenn ich also versuchen würde, krampfhaft positive Gedanken der Wärme zu denken um dadurch ein entsprechendes Körpergefühl zu erlangen, wären die Aussichten schlecht, wenn im Körper nicht schon abgespeichert wäre, wie sich diese Wärme anfühlt.


Außerdem liegt die ganze Aufmerksamkeit dann im Kopf, wenn Gedanken immer und immer wieder angestrengt wiederholt werden. Das kann ganz schnell eine Reizüberflutung hervorrufen, die vom Körper mit Stress und Angst beantwortet wird (denn diese Gefühle sind sehr rudimentär).

Gefühle gezielt erlernen und festigen

Zielführender ist es, das erwünschte Körpergefühl zu erlernen, stets mit guten Erfahrungen zu untermauern und den Fokus auf dessen Wachstum zu legen. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers ist der erste Schritt zu weniger Kopflastigkeit und mehr Lebendigkeit.


Achtsames Atmen ist eine Möglichkeit, um Denkmustern zu entkommen und die Aufmerksamkeit auf einen körperlichen Entspannungsprozess zu legen. Ist das leicht? Nein, ist es nicht. Immer wieder werden Gedanken auftauchen, die versuchen, den Fokus zu verlagern – weg von jeglicher Entspannung.


PS: Alle Gefühle sind wichtig. Eigentlich gibt es keine „positiven“ und „negativen“ Gefühle. Sie werden von uns nur so bewertet, weil sie entweder zu unserem Wohlbefinden beitragen oder das genaue Gegenteil erzeugen.


Das Ziel all unserer Gefühle ist es, dass wir Gefahren rechtzeitig erkennen und unser Überleben sichern. Aber da unser Gehirn sehr alt und unsere Lebensumstände sehr neu sind, geschieht es oft, dass wir Gefahren vermuten, die wir eigentlich nicht (mehr) fürchten müssten.






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