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Wohnen im Wohlfühlbereich

Aktualisiert: Feb 17


Jeder wohnt irgendwo. Viele Menschen leben in Wohnungen oder Häusern. Dann gibt es jetzt auch alternative Wohnformen z.B. das Leben in Tiny Houses, Juten, oder Vans. Das ist alles super spannend und ich finde, dass sich jeder ab und an mit der Frage beschäftigen sollte, ob er mit der gewählten Wohnform zufrieden ist.


Ich wohne seit 6 Jahren mit meinem Partner zusammen und liste einmal auf, was mir bei meiner Wohnung wichtig ist.


Wohnungslage und -ausstattung:

Ich habe vor 3 Jahren eine Wohnung gesucht, die möglichst dörflich gelegen ist, weil ich mit dem städtischen Trubel so meine Probleme habe. Das habe ich natürlich erst herausgefunden, nachdem ich 5 Jahre in Großstädten gelebt hatte. Für mich sind bezüglich einer Wohnung folgende Dinge relevant:

- Nähe zur Natur (gleich nebenan ist ein Wald)

- Abstand zu turbulenten Orten (Schulen, Bahnhöfen, Einkaufsmöglichkeiten)

- Abstand zu großen Straßen

- kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten und ÖPNV

- keine Mindestmietzeit, damit ich nach Belieben umziehen kann

- mindestens 2 Räume

- möglichst wenig Abstellfläche (das hilft beim Ausmisten)

- natürlich nicht zu teuer

- ein Rückzugsort innerhalb der Wohnung

Unsere Wohnung erfüllt alle diese Voraussetzungen – bis auf den letzten Anstrich. Dadurch, dass unsere Wohnung nur aus einem großen Raum mit Küche und Wohnzimmer, sowie einem Schlafzimmer besteht, ergab sich für mich ein Problem.

Denn mein Partner schaut sehr gern fern, ich aber leider nicht. Ich mag das Geflimmer nicht wirklich und hatte es immer im Augenwinkel, wenn ich mich im Wohnbereich aufhielt. Da ein Umzug nicht zur Debatte stand, hatte ich eine Idee: ich baute ein Podest auf Stelzen ein, damit sich eine 2. Wohnebene ergibt (die "Burg"). Oben auf der Burg befindet sich der Fernseher und unter der Burg ein Tagesbett plus Sofa. Jetzt habe ich einen Rückzugsort. Die Materialkosten sind da sehr übersichtlich, wenn man bedenkt, was ein drittes Zimmer monatlich kosten würde. Die Burg steht frei, das heißt, sie ist nicht mit der Wand oder dem Fußboden verbunden. Diese Alternative eignet sich prima für Leute, die manchmal etwas visuellen und akustischen Abstand vom Partner brauchen.


Inventar: Unsere Wohnung ist sehr minimalistisch eingerichtet. Es gibt keine Wohnwand und keine Riesencouch, dafür aber ein Tagesbett zum Ausruhen und eine selbstgebaute 2. Wohnebene („Burg“). Im Grunde haben wir im Wohnbereich nur 2 kleine Schränke und ein Stufenregal. Dort sind hauptsächlich Bücher und Nähzeug verstaut, ebenso wie ein bisschen Dekoration. Den Rest habe ich ausrangiert. Neu hinzugekommen ist aber ein Pflanzenregal, das mir eine liebe Freundin gebaut hat.

Generell achte ich beim Inventar auf folgende Dinge: - wenige, aber gezielte Farbakzente (durch Wandfarben oder Bilder)

- viel Platz auf dem Boden (das erzeugt ein Gefühl von Bewegungsfreiheit)

- kleine Möbel, die so platziert werden, dass sie nicht im Raum stören

- wenige Dekorationselemente, da eine Wohnung sonst schnell überladen wirkt

- viele Leuchtquellen in der Wohnung verteilt, da indirektes Licht sehr gemütlich wirkt

- möglichst offene Möbel, das hilft beim regelmäßigen Ausmisten und verhindert „Horten“

- Wahl der Wohnungseinrichtung entsprechend einer einfachen Reinigung

- Möbel mit wenig Ablagefläche (z.B. keine Tische mit integriertem Ablageboden)

- möglichst viele Möbel gebraucht kaufen oder selbst bauen

- viele, pflegeleichte Pflanzen erschaffen ein „grünes“ Raumklima Für mich ist es sehr wichtig, dass ich einen Überblick darüber habe, was ich besitze. Je weniger ich habe, desto freier und unverpflichteter fühle ich mich. Je weniger Zeug ich habe, desto weniger Reize gehen davon aus.





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